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MSI Wind U100 1616L mit ubuntu-Linux
Seit einigen Tagen ist endlich mein neues MSI Wind da und nun auch so angepasst, dass ich damit gut arbeiten kann, was für mich in erster Linie heißt, dass ubuntu darauf läuft
.
Momentan läuft mein Wind noch mit der hardware-Grundaustattung - ein späterer Ausbau ist jedoch wahrscheinlich. Erstes „Austausch-Opfer“ wird vermutlich der 3-Zellen-Akku sein, der unter Linux bereits nach weniger als 2 Stunden abschaltet.
Womit sich die Kritik am Wind für mich bereits erledigt hat: es ist ein schickes, tolles kleines Netbook, das für mich nur wenige Wünsche offen lässt. Dazu weiter unten mehr.
Hardware und Kompatibilität
Legende:
= funktioniert „out of the box“
= Anmerkung und wichtige Hinweise
= funktioniert nach Konfiguration
= keine Funktion oder nicht getestet
Prozessor: Intel Atom® N 270 1,6 GHz
Arbeitsspeicher 1024 MB DDR2
Festplatte: 160 GB S-ATA
Mainboard: Intel 82801G (ICH7 Family)
Grafik: Intel GMA 950 Dynamic Video Memory, 3D-fähig
Webcam: Acer, 1,3MP integr. 
LCD: 10,2“ 1024 x 600 Pixel (WSVGA TFT) entspiegelt
Akku: Lithium-Ionen 
On-board-Sound: Realtek ALC888S, SoundBlaster-Pro und MS-Sound kompatibel ; die Stereo-Lautsprecher sind relativ leise
Ethernet: Realtek RTL8101E/RTL8102E
3in1 Kartenleser
WLAN: RTL8187SE Wireless LAN Controller 
Tastatur: hat vernünftige Größe für Netbook, Sonderfunktionen (FN-Taste) sind alle ok.
Zeigegerät: Touchpad mit Bildlaufbereich, relativ klein mit schwergängigen Tasten, Doppeltapp mit dem Finger: ok.; Bildlaufbereich: schwer zu „treffen“, aber ok.
USB: 3x USB 2.0, ohne Probleme
Kopfhörer, Mikrofon: funktionieren beide
Schnittstellen: RJ-45, VGA (ext.), Kopfhörer, Mikrofon
Tasche: Was viele nicht wissen: zum Lieferumfang des MSI Wind gehört auch eine Tasche. Die ist zwar nicht besonders hochwertig, eignet sich aber prima als „Tasche in der Tasche“.
ubuntu-Installation
Ich empfehle für das MSI Wind die (derzeit) aktuellste ubuntu-Version 9.04 (Jaunty)!
Eine Installation unter 8.04 LTS oder 8.10 ist zwar möglich, setzt aber z.T. Selbstkompilierung von Treibern für das WLAN oder Webcam voraus.
Unter Jaunty läuft die Installation rund durch und alle Komponenten laufen „out of the box“.
In Ermangelung eines optischen Laufwerks muss man die ubuntu-Installations-Dateien erst mal auf einen USB-Stick bringen. ubuntu bringt zwar unter System → Systemverwaltung einen „USB-Startdisk-Ersteller“ mit, eine Installation war jedoch von diesem Medium nicht möglich (booten schon). Wie man eine ubuntu auf einen USB-Datenträger bringt, dazu kann man sich auf einschlägigen Seiten wie ubuntuusers.de schlau machen. Ich selbst habe dazu das Tool UNetBootin benutzt, mit dem ich die normale Desktop-Live-CD auf den Stick kopiert habe.
Die Installation läuft damit komplett und reibungslos durch.
Pluspunkte und Kritik
- Gehäuse (meins ist weiß): sehr gut verarbeitet, kippelt etwas leicht, wenn man das Display weit nach hinten klappt; wird im Laufe der Zeit auf der Unterseite rechts unangenehm warm.
- Lüfter: läuft oft bzw. kontinuierlich, ist aber leise.
- Webcam: liefert relativ gute Bilder; läuft manchmal nicht auf Anhieb. Tipp: hartnäckig sein und so oft [Fn]+[F6] drücken bis
lsusbdie Webcam anzeigt oder ein Programm wie „cheese“ sie ansprechen kann. - Bildschirm: ist klasse und sehr hell leuchtend; damit kann man auch draußen arbeiten!
- Lautsprecher: sie sitzen unten vorne links und rechts am Gehäuse und sind recht leise; empfohlenes Zubehör daher: ein Kopfhörer mit kleinem Klinkenstecker!
- Akku: die schwächste Wind-Komponente, hält nur knapp 2 Stunden durch. Im Netz gibt es Akkus, die die dreifache Kapazität bieten. Allerdings steht dieser Dauerläufer dann etwas vom Gehäuse ab. Außerdem erhöht sich natürlich das sonst absolut rucksacktaugliche Gewicht.
- Ein Wort zum mitgelieferten Novell Suse Linux Enterprise Desktop 10: die Version bringt einen Gnome-Desktop von 2006 und ist somit natürlich veraltet, funktioniert aber sonst tadellos. ubuntu bootet dagegen gerade in der 9.04 deutlich schneller und fühlt sich für mich leichter und besser an!
Fazit
It's a netbook! Somit relativieren sich die angesprochenen Kritikpunkte schon deutlich. Das Wind ist klein, schick und trendy. Es bringt alles mit, was der Linux-Nomade unterwegs so benötigt!

