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ubuntu auf einem Lenovo N200 ("FreeDos") Notebook
Das N200 von Lenovo kommt ohne eine Zwangs-Windows-Lizenz einher (was ja auch schon mal nicht zu unterschätzen ist) und bietet durchweg hervorragende Linux-Unterstützung. Ich habe mir das Notebook als Nachfolger für mein HP nx6310 angeschafft und es mit ubuntu 8.10 bestückt. Es ist ein Schnäppchen: man bekommt DualCore und bekommt Lenovo - für etwas mehr als 400 Euro.
Die Installation von ubuntu lief ohne Probleme durch - alle Hardware (bis auf die ungetesteten Komponenten) laufen „out of the box“.
Von der Installation von Suse Linux rate ich auf diesem Notebook mal vorsichtig ab: ich habe die Installation nicht hin bekommen (vielleicht jemand anders?).
Dass dennoch nicht alles Gold ist, was glänzt, steht weiter unten im Anschnitt „Kritik“. (Komponenten, die IMHO Anlass zur Kritik bieten, habe ich mit einem Warndreieck gekennzeichnet.)
vorhandene Hardware
Legende:
= funktioniert „out of the box“
= Anmerkung und wichtige Hinweise
= funktioniert nach Konfiguration
= keine Funktion oder nicht getestet
Prozessor: Intel Pentium® (Dual-Core) T2410 2x 2,0 GHz
Grafik: NVIDIA GeForce 7300 Go mit 256 MB (gemeinsam benutzter) Grafikspeicher, 3D-fähig
LCD: 15,4“ 1280 x 800 Pixel (WXGA TFT) spiegelnd (=„Vibrant View“) 
On-board-Sound: Intel, SoundBlaster-Pro und MS-Sound kompatibel ; die Lautsprecher klingen relativ blechern und sind - voll aufgedrekt - recht leise
WLAN: Intel PRO/Wireless 3945ABG WLAN (802.11a/b/g) 
Modem: 54k, intern: von mir ungetestet (s. Abschnitt unten)
Tastatur: hat volle Größe und kommt mit Funktions-Sondertasten (s. Abschnitt unten)
Zeigegerät: Touchpad mit Bildlaufbereich (Synaptics), Doppeltapp mit dem Finger: ok.; Bildlaufbereich: ok.
Kopfhörer, Mikrofon: funktionieren beide
Schnittstellen: RJ-45, RJ 11, VGA (ext.), 4xUSB, 1xIEEE 1394, Kopfhörer, Mikrofon
Kritik
Das N200 ist ein Billiggerät, das sollte man ihm bei der nun folgenden Kritik auch zugute halten: man bekommt für sein Geld in dieser Preisklasse jedoch gute Qualität, auch wenn das Gehäuse sicher nicht mit den hochpreisigen Lenovo-Maschinen wird mithalten können.
Meine Kritik im Einzelnen:
- Lüfter: die Lüfter sind nervig, springen sehr oft an und sind allerhöchstens erträglich leise (bzw. laut)

- DVD-Laufwerk: es hat einen netten gelben Knopf - das wars aber auch schon. Das Teil macht beim Lesen von DVD/CD einen ziemlichen Radau

- Leistung: Ja, es ist ein DualCore mit 2 Ghz verbaut! Leider: niemand merkt es so richtig. Subjektiv gemessen an meinem 1,86 Ghz DualCore-Desktop, den ich als schneller empfinde…

- Akku: Unter Linux ist nach 2 Stunden Schluss mit der Akku-Energie

- Bildschirm: Der Bildschirm spiegelt sehr stark. Drinnen kein Problem, draußen aber schon.
Bei eingeschalteten Desktop-Effekten flackert die Anzeige (s.u.)
- Sound: Die Soundausgabe ist eine Katastrophe.

- Tastatur: Um es deutlich zu sagen: die Tastatur ist klasse! Absolut super Schreibgefühl. Die Kritik betrifft die Anordnung der Tasten. Manche Funktionen sind nur über Tastenkombinationen zu erreichen, z.B. die „End“-Ta
ste: lästig.
Probleme und Lösungen
Flackern des Bildschirms bei Compositing-Effekten
Manche Laptops mit Nvidia Grafikkarten fangen bei eingeschalteten Compositing-Effekten an, ab und zu zu flackern: Es erscheint ein kurzer Blitz, als ob man eine neue Auflösung setzt.
Dieses Problem hat auch das N200.
Nach einiger Recherche bin ich im Yalm-Magazin schließlich auf die Ursache des Problems gestoßen: Durch die eingeschalteten Energiesparmodi der Grafikkarte taktet sich die Karte automatisch rauf oder runter, was Strom sparen soll. Dabei erscheint jedes Mal dieser störende Blitz.
Beseitigt werden kann dies leider nur, indem man die Karte immer mit höchster Taktfrequenz laufen lässt. Alternativ schaltet man die Effekte ganz ab.
Folgender Befehl setzt die Optionen für das Kernelmodul:
sudo echo "options nvidia Nvreg_RegistryDwords=\"PerfLevelSrc=0x2222\"" >> /etc/modprobe.conf
Nachteil dieser Lösung ist ein höherer Stromverbrauch, woraus eine niedrigere Akkulaufzeit bei Notebooks resultiert. Nachdem Laufzeit für mich ein „Killerkriterium“ darstellt und diese beim N200 eh nciht so berauschend ist, empfehle ich, die Compositing-Effekte a la Compiz und Co. ganz abzuschalten.
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